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Am Literaturtelefon unter 0431/901-8888 und www.literaturtelefon-online.de liest Judith Kuckart aus ihrem im Juli 2019 im DuMont Buchverlag erschienenen Roman „Kein Sturm, nur Wetter“. Die Aufnahme entstand im Rahmen einer Lesung im Literaturhaus S.-H. am 20.2.2020.



Zwei Mal in ihrem Leben war die namenlose Gehirnforscherin aus Judith Kuckarts neuem Roman schwer verliebt. Der dritte Mann in ihrem Leben ist der Geschäftsmann Robert Sturm, den sie im Café in der Abflughalle am Flughafen Tegel vor seiner Abreise nach Sibirien kennenlernt. Fünf Tage wird es dauern, bis Robert Sturm wieder da ist, fünf Tage, die den Zeitrahmen des Romans bilden und in denen die Protagonistin ihre einstigen Liebesgeschichten rekapituliert. Warum sind die Männer in ihrem Leben immer sechsunddreißig? Ist sie noch die, an die sie sich erinnert? Oder ist sie selbst, die sich in Sachen Gehirn auskennt, eigentlich das, was sie vergessen hat? „Kein Sturm, nur Wetter“ ist ein Reflexionsroman über gescheiterte Beziehungen und über das Scheitern an sich selbst.

Judith Kuckart wuchs in Schwelm am Rand des Ruhrgebiets auf. Sie studierte Literatur- und Theaterwissenschaften an der Universität Köln und der Freien Universität Berlin. An der Folkwang-Hochschule Essen absolvierte sie eine Tanzausbildung. 1984 gründete sie das Tanztheater Skoronel, eine freie professionelle Gruppe, mit der sie bis 1998 siebzehn Produktionen realisierte. Seit 1999 arbeitet sie als freie Regisseurin.

Judith Kuckarts erster Roman „Wahl der Waffen“ erschien 1990. Es folgten unter anderem „Der Bibliothekar“, „Lenas Liebe“, „Kaiserstraße“ und „Wünsche“. Im Mai 2016 war sie mit ihrem Erzählreigen „Dass man durch Belgien muss auf dem Weg zum Glück“ am Literaturtelefon zu hören. Judith Kuckart erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, u.a. den Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis 2012. 2020 ist sie Stadtschreiberin in Dortmund.

Autorin: www.judithkuckart.de

Verlag: DuMont Buchverlag

Foto: Burkhard Peter

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