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Am Literaturtelefon unter der Rufnummer 0431/901-8888 und auf www.literaturtelefon-online.de liest Maren Kames aus ihrem im Secession Verlag erschienenen Debütroman „halb taube halb pfau“. Die Aufnahme entstand bei einer Lesung im Rahmen der Leselounge im Literaturhaus Schleswig-Holstein am 19.4.2017.



„halb taube halb pfau“ ist einer Landschaft ähnlich, eine die erst erkundet wird, deren Grenzen erst gesucht werden müssen. Ein Ich tastet sich voran, macht aus dem Unwägbaren etwas sichtbar, fühlbar, indem es Dinge mit Worten benennt, die die Leere behutsam füllen. Doch die Unsicherheit bleibt, wie Schollen tauchen Texte auf und wieder ab, überlappen sich und brechen wieder auseinander, verzerren das Bild oder lassen es wieder verschwinden, um mit der Stille das Nichts zu umreißen. „halb taube halb pfau“ kennt keine Genregrenzen. Die Textspiegelungen oszillieren zwischen Prosa, Lyrik und Drama. Das intime, fast solipsistische Sprechen wird flankiert und immer wieder durchbrochen von anderen Stimmen, Gegenreden, dialogischen Passagen, Du-Ansprachen, Echos, die das Ich selbst verorten, ohne es je bestimmen zu können.

Maren Kames (geb. 1984) bedient mit traumwandlerischer Sicherheit sämtliche sprachliche Register, entwickelt eine ganz eigene Melodie, eine Partitur voller Humor, ebenso unterhaltsam wie hochliterarisch und poetisch. In ihrem Debüt erweist sie sich als einzigartige neue Stimme in der deutschsprachigen Literatur.

Autorin: halb-taube-halb-pfau.com

Verlag: Secession Verlag

Foto: Dirk Skiba

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