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Am Literaturtelefon unter 0431/901-8888 und www.literaturtelefon-online.de liest Brigitte Halenta aus ihrem 2017 bei Tredition, Hamburg erschienenen Roman „Emilia schließt eine Tür“.

Der Roman setzt sich mit der zentralen Frage nach der inneren Freiheit des Menschen auseinander: Wie frei sind wir wirklich in unseren Entscheidungen, und inwieweit ist das, was wir unser Leben oder gar unser Schicksal nennen, das Ergebnis unserer Wahlen, die ihrerseits auf unbewussten Identifizierungen beruhen.

In dem Roman erzählt der Gefängnispsychologe Paavo die Lebensgeschichte der Untersuchungsgefangenen Emilia, der im reifen Alter noch ein Schwerverbrechen zur Last gelegt wird. Emilia ist eine Frau, die nicht nein sagen kann und, um geliebt zu werden, von sich aus Angebote macht, die eigentlich über ihr Vermögen gehen. Eine Frau, die sich in jede ihr zugemutete Situation fügt. Sie ist jeweils die maßgeschneiderte Frau für den Mann an ihrer Seite. Ihre lebenslange Herausforderung und Verunsicherung bleibt die Mutter, die immer auch das Leben der Tochter mitlebt, ihr nichts gönnt und mit ihren scheinbar positiv gemeinten Interventionen Emilias Beziehungen zerstört – zu den Kindern, zu den Männern, zu ihr selbst.

Brigitte Halenta hat bis 2010 als Psychotherapeutin in eigener Praxis gearbeitet. 2000 erhielt sie für das Drehbuch „Lavendel ist blau“ (nach dem gleichnamigen Roman) den Förderpreis der Gesellschaft zur Förderung audiovisueller Werke Schleswig-Holstein. Im März 2007 erschien ihr Roman „Die Breite der Zeit“ stark gekürzt im Orlanda Verlag, Berlin. Seitdem veröffentlichte sie Kurzprosa in den Literaturzeitschriften „Der Dreischneuß“, „Macondo“, „Entwürfe“.

Die Neuauflage des Romans „Die Breite der Zeit“ erschien 2017 in ungekürzter Form bei Tredition, Hamburg. Ebenfalls bei Tredition erschienen sind die Romane „Das letzte Wort hat Dorothee“, „Lavendel ist blau“, „Der Eine“ und zuletzt „Emilia schließt eine Tür“.

Autorin: www.brigittehalenta.de

Verlag: Tredition, Hamburg

Foto: www.photography-studioart.de

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