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Am Literaturtelefon unter 0431/901-8888 und www.literaturtelefon-online.de liest Ilse Behl aus ihren Lyrikzyklen „Engel – auf der Spur“, „Unterwegs im Blätterwald. Die Sprache, das Wort – selbstredend“ und „Zwei Minuten Aufenthalt – Wahrnehmung im Gepäck: Gold wie bare Münze“.

Ilse Behl zum poetischen Konzept ihrer Lyrikzyklen: „’Was bewegt dich am meisten?’ wird ein französischer Dichter gefragt, die Eltern, die Heimat, die Freunde? Er antwortet: ’Die Wolken dahinten, wie sie so vorüberziehen.’ – Am Bild der Wolken, die ständig einer Veränderung unterworfen und damit in Bewegung versetzt sind, hat er erkannt, dass es sich hier um ein ’Grundgesetz’ alles Lebendigen handeln muss: Um Bewegtheit.

Bewegung zu erleben kann unmittelbar in Sprache münden und damit uns alle betreffen. Bringt man das Erlebte in eine Gestaltung, bleibt es sozusagen nutzbar, weil ’abrufbar’. In meinem Fall reiht sich Findung an Findung und führt zu einem ’Erzählbogen’, einem lyrischen ’Roman’. Es handelt sich um ein kritisches Herangehen an Umwelt und Befindlichkeiten, um die ’Anverwandlung’ einer Situation an Sprache und umgekehrt.“

Ilse Behl lebt und arbeitet in Kiel und Thüringen. In regelmäßigen Abständen erschienen ab 1980 Bücher vor allem für junge Leser, Texte zur modernen Kunst und für Zeitungen. Sie veranstaltet Workshops und Schreibwerkstätten auf der Grundlage eines kreativen Selbstverständnisses. Damit möchte sie die Beteiligten zum Selberschreiben anregen.

Ilse Behl gewann den „Hans im Glück-Preis“, Jugend- und Kinderbuchpreis der Stadt Limburg/Lahn, und den Hebbel-Preis und ist im Bödecker-Kreis aktiv.

Am Literaturtelefon las Ilse Behl zuletzt im März 2019 aus ihrem Lyrikzyklus „Unterwegs im Blätterwald. Die Sprache, das Wort – selbstredend“.

Die drei Gedichtbände sind bei der Autorin bestellbar: ilse.behl@web.de

Foto: ögyr

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