Doris Runge

Am Literaturtelefon unter der Rufnummer 0431/901-8888 und auf www.literaturtelefon-online.de liest Doris Runge aus ihrem Ende Juni 2022 im Wallstein Verlag erschienenen Lyrikband ‚Äědie sch√∂nsten versprechen‚Äú. Die Aufnahme entstand am 27.6.2022 anl√§sslich einer Lesung im Literaturhaus S.-H.



Doris Runges Gedichte kommen fast beil√§ufig daher, sie sprechen eher in lakonischem Ton als in dem des raunenden Beschw√∂rens. Und doch entfaltet sich in ihnen das Leben in all seinen Facetten, in seinen beschwingten Momenten wie in seiner existenziellen Schwere. Runge f√§ngt poetisch ein, was sie mit ungeheurer Sch√§rfe wahrnimmt, was Tr√§ume ihr eingeben, sie h√§lt das Wei√ü und Schwarz gegeneinander, ‚Äěals die witwen / mit den br√§uten / die farben tauschten‚Äú, sie befragt ihre Erinnerungen ebenso wie ihre Erwartungen, spricht vom Unterwegssein in der rauen norddeutschen K√ľstenlandschaft und anderswo, von der Liebe, von Hoffnungen und Entt√§uschungen und neuen Hoffnungen, vom sich immer wieder √§ndernden Best√§ndigen.

Zahlreiche Preise weisen Doris Runge (* 1943 im mecklenburgischen Carlow) als eine der wichtigsten Lyrikerinnen der deutschen Gegenwartsliteratur aus. Bereits f√ľr ihren ersten Gedichtband ‚Äějagdlied‚Äú wurde sie mit dem Friedrich-Hebbel-Preis 1985 ausgezeichnet. 1997 erhielt sie den Friedrich-H√∂lderlin-Preis der Stadt Bad Homburg sowie 1998 den Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein. 1997 hatte sie die Liliencron-Dozentur f√ľr Poetik an der Universit√§t Kiel und 1999 die Professur f√ľr Poetik an der Universit√§t Bamberg inne. 2007 wurde sie mit dem Ida-Dehmel-Literaturpreis ausgezeichnet und 2009 ‚Äěin Anerkennung ihrer herausragenden Verdienste um die Literaturwissenschaft und -forschung sowie in W√ľrdigung ihres Wirkens als Schriftstellerin‚Äú mit der Ehrenprofessur des Landes Schleswig-Holstein.

Zuletzt war Doris Runge im Februar 2019 mit einer Lesung aus ihrem Lyrikband ‚Äěman k√∂nnte sich ins blau verlieben‚Äú am Literaturtelefon zu h√∂ren.

Wikipedia √ľber die Autorin

Verlag: Wallstein Verlag

Foto: Reiner B. Binkowski

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