{"id":1579,"date":"2015-03-23T22:38:23","date_gmt":"2015-03-23T20:38:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.literaturtelefon-online.de\/?page_id=1579"},"modified":"2015-04-06T11:49:27","modified_gmt":"2015-04-06T09:49:27","slug":"marlies-jensen-leier","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.literaturtelefon-online.de\/?page_id=1579","title":{"rendered":"Marlies Jensen-Leier"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: justify;\">\nAm Literaturtelefon unter der Rufnummer 0431\/901-8888 und auf www.literaturtelefon-online.de liest die Schleswiger Autorin Marlies Jensen-Leier ihre \u201eTrilogie zur Lesung gegen die Festung Europa\u201c. Die \u201eLesung gegen die Festung Europa\u201c tourt derzeit mit Texten von Jensen-Leier und anderen schleswig-holsteinischen AutorInnen durch das Land. Folgende Termine stehen bereits fest:<br \/>\n&#8211; Fr, 10.4.2015, 19 Uhr, Kiel-Friedrichsort, Bethlehemkirche (mit der polnischen Gastautorin Maria Duszka)<br \/>\n&#8211; Do, 23.4.2015, 19 Uhr, Husum, St. Marienkirche<br \/>\n&#8211; Do, 17.9.2015, 19 Uhr, Rendsburg, Volkshochschule<br \/>\nWeitere Lesungen sind geplant in Eckernf\u00f6rde, Heide, L\u00fcbeck und Sch\u00f6nberg.<\/p>\n<p><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-1579-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.schwungkunst.de\/literaturtelefon\/marlies_jensen_leier_gegen_festung_europa.mp3?_=1\" \/><a href=\"http:\/\/www.schwungkunst.de\/literaturtelefon\/marlies_jensen_leier_gegen_festung_europa.mp3\">http:\/\/www.schwungkunst.de\/literaturtelefon\/marlies_jensen_leier_gegen_festung_europa.mp3<\/a><\/audio><br \/>\n<br \/>\nMarlies Jensen-Leier zum Konzept der \u201eLesung gegen die Festung Europa\u201c: \u201eAngesichts der weltweit zunehmenden Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me, der an den Rand der Sahara verlegten europ\u00e4ischen Au\u00dfengrenze, der Bilder von Lampedusa &#8230; begann ein Text in mir zu schreien. Es entstand meine \u2019Trilogie zur Lesung gegen die Festung Europa\u2019. Gleichzeitig begann ich nachzudenken \u00fcber eine Begegnung &#8230; Ich nahm Kontakt auf zu AutorInnen aus der Region und organisierte in Kooperation mit der Initiative \u2019Runder Tisch f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge e.V.\u2019 Schleswig-Haddeby die erste Veranstaltung. Gemeinsam wollten wir das Bewusstsein der B\u00fcrgerInnen f\u00fcr die Situation der bei uns \u2019gestrandeten\u2019 Menschen sch\u00e4rfen. Dabei erinnerten wir auch an Zeiten, als unser Land selbst betroffen war von Armut, Verfolgung durch ein grausames Regime und von Krieg \u2013 das ist gar nicht lange her.<\/p>\n<p>Zur ersten Lesung am 8.2.2015 in Schleswig kamen 150 B\u00fcrgerInnen. Sie brachten ein riesiges buntes Abendbrot zusammen, die G\u00e4ste aus Syrien schenkten Tee aus. Wir AutorInnen konnten mit unseren Texten begeistern und rund 1.000 Euro sammeln f\u00fcr den unb\u00fcrokratischen Alltag im Rahmen der B\u00fcrgerinitiative \u2019Runder Tisch f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge e.V.\u2019 Schleswig-Haddeby.\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"margin-left:40px;\" src=\"http:\/\/www.schwungkunst.de\/literaturtelefon\/marlies_jensen_leier.jpg\" width=\"140\" height=\"216\" class=\"alignright\" \/><\/p>\n<p>Marlies Jensen-Leier wurde 1950 als Fischertochter auf dem Schleswiger Holm geboren. Sie machte eine Lehre bei der Stadtverwaltung Schleswig. Nach T\u00e4tigkeiten als Vorstandssekret\u00e4rin war sie 11 Jahre Wahlkreisassistentin des SPD-Europa-Abgeordneten Gerd Walter in Kiel. Ab 1991 pers\u00f6nliche Mitarbeiterin des SPD-Bundesvorsitzenden Bj\u00f6rn Engholm. Nach den politischen Ereignissen 1993 stieg sie \u2013 entt\u00e4uscht \u2013 aus solcher Berufst\u00e4tigkeit aus. Seitdem: Lesen \u2013 Denken \u2013 Schreiben. Ihr Thema ist die Auseinandersetzung mit dem Zustand unserer weltweiten Gesellschaft \u2013 in Form von Essays, Kurzprosa, Lyrik, Vortr\u00e4gen und Lesungen.<\/p>\n<p>Der Holm vor Schleswig, jene Insel, von der aus ihre Vorfahren \u00fcber Jahrhunderte Fischfang betrieben, ist Ausgangspunkt f\u00fcr ihre Vertiefungen: Ihr Band \u201eMein \u2019Petri-Patri-Paradies\u2019\u201c (erschienen 1996 im Wachholtz Verlag) steht als Beispiel f\u00fcr weltweit untergegangene Lebenskultur, denn es liegt \u2013 wie kaum ein anderer Ort \u2013 in seinem alten Gef\u00fcge noch  \u201enachahnbar\u201c da &#8230;<\/p>\n<p>Daneben hat sie sich mit der plattdeutschen Sprache auseinandergesetzt \u2013 zum Beispiel Gedichte von Erich Fried und eine Erz\u00e4hlung von Franz Kafka ins Plattdeutsche \u00fcbertragen und hochdeutsch und plattdeutsch nebeneinander ver\u00f6ffentlicht. Dabei ging es ihr darum, die Literaturf\u00e4higkeit dieser Sprache nachzuweisen und sie wieder mehr ins Ernstgenommene zu holen. Dazu Lesereisen in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Berlin. Aus Anlass des 90. Geburtstags von Erich Fried organisierte sie 2011 eine gemeinsame Lesereise mit seiner Witwe Catherine Boswell-Fried und dem Fotografen G\u00fcnter Zint.<\/p>\n<p>Autorin: <a href=\"http:\/\/www.leierliest.de\" target=\"_blank\">www.leierliest.de<\/a><\/p>\n<p>Foto: G\u00fcnter Zint<\/p>\n<p>literaturtelefon-online.de | Telefon: 0431\/901-8888\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Literaturtelefon unter der Rufnummer 0431\/901-8888 und auf www.literaturtelefon-online.de liest die Schleswiger Autorin Marlies Jensen-Leier ihre \u201eTrilogie zur Lesung gegen die Festung Europa\u201c. Die \u201eLesung gegen die Festung Europa\u201c tourt derzeit mit Texten von Jensen-Leier und anderen schleswig-holsteinischen AutorInnen durch das Land. 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