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Ulla Hahn „Liebesarten“ 15.10. - 28.10.2007

Erzählung

Wenn die Avon-Beraterin zweimal klingelt ... dann erzählt sie mit Ulla Hahn von uns selbst. Wie in ihren Gedichten und in ihren Romanen, trifft Hahn auch in ihren Erzählungen Töne, die wir meinen, schon in uns gehört zu haben: Geschichten von selbstloser Hingabe, eitler Eigenliebe, idealistischer Menschenliebe oder dem Genuss des Augenblicks. Es sind Wege, wie Menschen zueinanderfinden, wie sie miteinander und auch wieder auseinandergehen. Erzählungen von Leidenschaft, Verzweiflung und trotzigem Glück, „Liebesarten“ eben, wie wir alle sie kennen. Spannend und doch zart, nahe, aber nie indiskret erzählt Ulla Hahn aus unserem Leben.

Am Literaturtelefon unter 0431/901-1156 und im Internet auf www.literaturtelefon-online.de liest Ulla Hahn den Anfang ihrer Erzählung „Avon läutet“ aus dem im August 2006 erschienenen Erzählungsband „Liebesarten“. Seltsam, wie viel die Avon-Beraterin von ihrer Kundin schon weiß, eine Stimmung zwischen Cremes, ersten Falten und dem Krimi namens Menschen(er-)kenntnis ...

Die Hamburgerin Ulla Hahn, promovierte Germanistin, trat Anfang der 80er Jahre zunächst als Lyrikerin hervor. Lyrik schreibt sie immer noch, aber auch seit langem Romane und Erzählungen. Großen Erfolg hatte ihr zweiter Roman „Das verborgene Wort“, in dem sie die Nachkriegszeit im katholisch geprägten Rheinland aus der Sicht eines Kindes erzählt, das aus der geistigen Enge in die Welt der Bücher, der Wörter flieht. Dieser Roman wurde Ende 2006 von Hermine Huntgeburth unter dem Titel „Teufelsbraten“ verfilmt und wird voraussichtlich im Frühjahr 2008 im TV gezeigt.

1981 wurde Hahn mit dem Leonce-und-Lena-Preis ausgezeichnet, 1985 mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg und 1986 mit dem Roswitha-Preis. 1994 erhielt sie den CICERO Rednerpreis, 2002 den Deutschen Bücherpreis und 2006 den Elisabeth-Langgässer-Literaturpreis und den Hertha-Koenig-Literaturpreis.

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